Universität
Universidad Central de Nicaragua, UCN

Lehrgang
MSc Complementary and Integrated Health Sciences

Zugangsvoraussetzungen
Zugelassen werden können: AbsolventInnen von Studienrichtungen, Fachhochschulstudiengängen und vergleichbaren Bildungsgängen, die gesundheitsrelevant sind:

  • PsychotherapiewissenschaftlerInnen, PsychologInnen, PädagogInnen, MedizinerInnen, BiologInnen, PharmazeutInnen, Gesundheits-, Ernährungs- und PflegewissenschafterInnen 
  • Angehörige von Gesundheits- und Sozialberufen mit therapeutischer, beratender, pädagogischer oder pflegerischer Tätigkeitsberechtigung aufgrund ihrer Grundausbildung, mit akademischem Studienabschluss, 
  • PsychotherapeutInnen 
  • Nach entsprechend erweitertem Aufnahmegespräch auch geeignete Personen mit akademischem Abschluss in einer zunächst nicht unmittelbar gesundheitsbezogenen, aber dennoch einschlägig relevanten Studienrichtung, z.B. PädagogInnen, WissenschafterInnen oder Angehörige des Gesundheitsmanagements
  • Nach entsprechend erweitertem Aufnahmegespräch auch geeignete Personen ohne einen der oben genannten Abschlüsse, insbesondere AbsolventInnen von pädagogischen und Sozialakademien, AbsolventInnen von Akademien für Hebammen und den gehobenen medizinisch-technischen Dienst, Angehörige des gehobenen Dienstes für die Gesundheits- und Krankenpflege, wenn davon ausgegangen werden kann, dass diese eine einem akademischen Abschluss (Bakkalaureatsniveau) vergleichbare Qualifikation mitbringen 
  • Nach entsprechend erweitertem Aufnahmeverfahren auch geeignete Personen ohne einen der oben genannten Abschlüsse, die aber langjährige berufliche Erfahrung (min. 5 Jahre) in einer Einrichtung des Gesundheits- oder Sozialwesens oder einem anderen für die Gesundheitsförderung relevanten Bereich mitbringen, wenn damit eine einem akademischen Abschluss (Bakkalaureatsniveau) vergleichbare Qualifikation erreicht wurde.

Bevorzugt werden solche HörerInnen aufgenommen, die den Abschluss einer psychosozialen, therapeutischen, beratenden, begleitenden, pädagogischen, komplementärmedizinischen (Ärzte), medizinkomplementären (weitere Personen) oder wissenschaftlichen Aus-, Fort- oder Weiterbildung bei einer Fachgesellschaft lt. Ausbildungs- und Tätigkeitsvorbehaltsgesetz nach Wahl nachweisen können.

Für alle HörerInnen ist ein Aufnahmegespräch verbindlich, das das Niveau der Vorbildung, die wissenschaftliche und psychosoziale Dialogfähigkeit sowie eine realitätsgerechte und gesetzeskonforme Einschätzung der in den ULG zu erwerbenden Zusatzqualifikationen im eigenen beruflichen Wirkungsfeld betrifft. Das erweiterte Aufnahmeverfahren für Personen ohne einen der oben genannten Abschlüsse, aber mit langjähriger beruflicher Erfahrung, umfasst zusätzlich einen schriftlichen Teil in Bezug auf die Vorbildung entsprechend dem Bakkalaureats-Niveau, der Fähigkeit, akademisch zu lernen, und die akademische Vorsozialisation. 

Umfang
3 Jahre teilzeit, 120 ECTS-Credits

Anforderungen
Prüfungsleistungen
Überprüfung und Einzelbewertung der Leistungen der Teilnehmenden zu jedem der Fächer: 
Die in den einzelnen Fächern erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten werden für jedes der Module 1-6 gesondert überprüft und beurteilt. In der Regel werden alle Module in jenem Studienjahr überprüft, in dem sie gelehrt werden. Die Einzelbeurteilung umfassen jeweils den in den Lehrveranstaltungen vermittelten Stoff, darüber hinaus fließen auch, von der angestammten Kompetenz und dem Lehrangebot ausgehend, die in Eigenarbeit und Selbststudium erworbenen Kenntnisse ein. Für den Erwerb des akademischen Grades ist zusätzlich eine kommissionelle Prüfung notwendig. 

Die jeweilige Beurteilung der einzelnen Module erfolgt auf einer Bewertungsskala von 30 Punkten und setzt sich zusammen aus: 

 

Modul 1 - 6: 

Kursmitarbeit: 

  • Beteiligung an den Lehrveranstaltungen anlässlich des einleitenden vor Ort Workshops zu jedem Modul (keine Vergabe von Punkten). 
  • Beteiligung an den Lehrveranstaltungen anlässlich der Fernlehr-betreuten Präsenzphasen zu jedem Modul (keine Vergabe von Punkten).
  • Erstellen von 5 schriftlichen Einzelarbeiten (Essays, „RE“) zu Teilbereichen jedes Faches (5 x max. 15 = max. 75 Punkte). 
  • Optimieren von Essays aufgrund des Feedbacks („RERE“) des /der Lehrenden („RE-RERE“, keine zusätzliche Vergabe von Punkten).
  • Beteiligung an den Lehrveranstaltungen anlässlich des abschließenden vor Ort Workshops zu jedem Modul (keine Vergabe von Punkten).

 

Abschlusstest: Ein mündliches Abschlussgespräch bzw. eine schriftliche Klausurarbeit bzw. ein multiple-choice-Test stellt sicher, dass die vorgelegten Arbeiten eigenständig erstellt wurden (25 Punkte). Überprüft werden dabei: fachliche und methodische Kenntnisse, kognitive und praktische Fertigkeiten, Kompetenzen (Selbst-, Sozial-, Methoden- und Handlungskompetenz).


Wird eine Rücksendeantwort als unvollständig bewertet, wird die (schriftliche oder mündliche) Vervollständigung urgiert. Bei einer Bewertungsskala von 100 Punkten je Modul müssen pro Modul mindestens 61 Punkte erreicht werden, wobei die Überprüfung der Eigenständigkeit verbindlich ist, ansonsten ist die Prüfung zu wiederholen. Die Gesamtbeurteilung zu jedem Modul erfolgt in der Regel direkt nach Ende der jeweiligen Lehrveranstaltung. In begründeten Fällen können zu einem späteren Zeitpunkt einzelne schriftliche Arbeiten wiederholt oder nachgereicht werden. Als Prüfer fungiert in der Regel der /die Lehrende des Faches oder eine von ihr bestellte Person oder der Leiter der Studiengänge. 

Die Gesamtbeurteilung zu den Fächern 1-6 kann auch mittels einer mündlichen Prüfung unter Beisein des Prüfers und einer weiteren Person aus dem Kreis der Lehrenden bzw. einer gleichzuhaltenden schriftlichen Klausurarbeit durchgeführt werden. 

 

Modul 7 und 8
Kursmitarbeit: 

  • Beteiligung an den Lehrveranstaltungen zu jedem Fach, einschließlich Abhaltung je eines ausführlichen Referates mit moderierter Diskussion.

 

Bei Vorliegen derartiger Kursmitarbeit wird der Fortschritt im Modul jeweils zu Ende des Studienjahres positiv bewertet. Ggf. können vor einer positiven Beurteilung Ersatzaufgaben gefordert werden. Es werden keine Bewertungspunkte vergeben. 

Diese Art der Beurteilung soll maximale Effektivität (Kombination von Beteiligung, eingesandten schriftlichen Arbeiten und im Abschlussgespräch bzw. der Klausur erbrachter Leistung) sowie maximale Sicherheit (Einzelbeurteilung der Studierenden) gewährleisten. Maximale Transparenz ist dadurch gegeben, dass die Rücksendeaufgaben von einer Personengruppe standardisiert werden, der der /die Lehrende des betreffenden Faches sowie eine weitere Person aus dem Lehrkörper angehören. 

Wird anlässlich des Abschlussgespräches bzw. der Klausurarbeit zur Überprüfung die Eigenständigkeit der Erstellung der schriftlichen Arbeiten diese nicht positiv bewertet, so sind die schriftlichen Rücksendearbeiten zu wiederholen und ein neuerliches Abschlussgespräch durchzuführen. Eine weitere, zweite Wiederholung wäre unter Hinzuziehung eines Prüfungsbeisitzers aus dem Kreis der Lehrenden abzuhalten.


Von der Prüfungsordnung erhalten die Studierenden mit Einschreibung zum Studiengang Kenntnis. Mit dem jeweiligen Beginn-Workshop jedes Faches, in der Regel also 12 Wochen vor Abschluss des Faches, erfolgt auch die Anmeldung zur Prüfung (Beurteilung der Beteiligung, der Rücksendearbeiten plus Abschlussgespräch bzw. Klausurarbeit). Der Kandidat ist berechtigt, die Anmeldung zur Prüfung ohne Angabe von Gründen bis spätestens eine Woche vor dem Abschlussgespräch bzw. der Klausurarbeit zurückzuziehen. Termine für die Wiederholung von Prüfungen sind im Einzelfall abzustimmen und müssen mindestens zwei Wochen vor dem die Beurteilung abschließenden Termin feststehen. 

Durchführungsbestimmung zur Teilnahme an den Lehrveranstaltungen: 

Die regelmäßige, pünktliche und vollzeitliche Anwesenheit bei den Lehrveranstaltungen vor Ort ist verpflichtend. Nichtteilnahme in begründeten Fällen bedarf der schriftlichen Meldung vorab. In diesem Fall ist in Absprache mit dem Leiter der Lehrveranstaltung eine Ersatzleistung zu erbringen, in der Regel die Abfassung einer zusätzlichen schriftlichen Arbeit, möglicherweise auch die Teilnahme an einem Ersatz-Workshop. Die Nichtteilnahme an zwei aufeinanderfolgenden Lehrveranstaltungen vor Ort kann in der Regel nicht toleriert werden, in diesem Fall ist die entsprechende Studiengangssequenz zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen.

Ebenso ist die regelmäßige Anwesenheit bei den Internet-Lehrveranstaltungen verpflichtend: Bearbeiten der aktuellen Lernfelder, Verfassen und Deponieren der jeweils geforderten Rücksendeantworten (Essays, „RE“), Besuch des Feedbackforums („RERE“) und Optimierung der Essays entsprechend dem peer review des /der Lehrenden („RE-RERE“). Nicht-Anwesenheit bzw. Nicht-Erbringen von Leistungen kann in begründeten Fällen nachgeholt werden.

Kommissionelle Prüfungen 
Die abschließende Prüfung zur Verleihung des akademischen Grades ist eine kommissionelle Prüfung. Diese wird von mindestens drei Angehörigen der Kommission für Lehre und Prüfung (s.o.) abgehalten. Dieses Gremium umfasst auch einen Begutachter der Thesis oder dessen Vertreter. Die Abschlussprüfung zum Mastergrad evaluiert Lehrveranstaltungs-übergreifend die Kenntnisse der Studierenden. Die Mindestdauer der Abschlussprüfung beträgt eine Stunde. Diese Evaluation ist nach dem „pass or fail“ System angelegt, es werden keine Bewertungspunkte vergeben. Die abschließende Prüfung kann bei Nichtbestehen zweimal wiederholt werden. 

Die schriftliche Arbeit zum Nachweis eigener wissenschaftlicher Qualifikation kann nur einmal wiederholt werden. Hat der /die Studierende eine Prüfung auch bei der dritten Wiederholung nicht bestanden bzw. die schriftliche Arbeit erfolglos gefertigt, scheidet er /sie aus dem Studiengang aus. 

Prüfungstermine werden anlässlich der den Studiengang abschließenden Präsenzphase angesetzt, die Anmeldung erfolgt spätestens einen Monat vor dem Termin. Termine für die Wiederholung von Prüfungen sind im Einzelfall abzustimmen und müssen mindestens einen Monat vor der Prüfung feststehen. Der Kandidat /die Kandidatin ist berechtigt, eine erfolgte Anmeldung zu einer Prüfung ohne Angabe von Gründen bis spätestens eine Woche vor dem Prüfungstermin zurückzuziehen. 

Schriftliche Abschlussarbeit, Abschlussprüfung, Abschlusszeugnis
Am Ende der Studiengänge hat der /die Studierende eine Abschlussarbeit (Thesis) schriftlich anzufertigen. Sie soll zeigen, dass der Studierende in der Lage ist, eine Fragestellung aus einem Modul oder einem seiner Teilgebiete zu formulieren, methodisch einwandfrei und selbständig zu bearbeiten, aufgrund der eigenen (in der Regel quantitativen oder qualitativen) Forschungsarbeit zu beantworten und diese Antwort im Kontext zu diskutieren. Die Abschlussarbeit ist als Projektarbeit angelegt. Die Bearbeitung eines Themas durch mehr als einen Studierenden /eine Studierende ist zulässig. Die Vorlage einer eigenen Fachpublikation ist, sofern die obg. Kriterien erfüllt werden, zulässig. Ebenso ist es zulässig, ein den gesamten Studiengang begleitendes ausführliches Portfolio vorzulegen das zeigt, dass der /die Studierende in der Lage ist, die Lehrinhalte vor dem Hintergrund der angestammten Kompetenz, der Auseinandersetzung mit der Gruppe der MitstudentInnen und den dort vorhandenen interdisziplinären Kompetenzen und der Auseinandersetzung mit dem schriftlichen Feedback (peer review) der Lehrenden zu kritisch zu reflektieren und zu diskutieren. 

Für die Abfassung der Masterarbeit stehen den Studierenden das 5. und 6. Studiensemester zur Verfügung. Fragestellung bzw. entsprechende Untersuchungsdesigns werden im 5. Semester in der Lehrveranstaltung „Themenfindung Master-Thesis“ erarbeitet. Die Begleitung der Umsetzung erfolgt in Kleingruppen und im Einzeltutoring. Die Begutachtung der Masterarbeiten erfolgt durch die FachbetreuerInnen, das Gutachten und die Benotung bedürfen der Bestätigung die Studiengangsleitung. 

Die Abschlussarbeit kann von jedem der Lehrenden betreut werden. Der Betreuer bzw. dessen Stellvertreter ist der 1. Begutachter und 1. Prüfer bei der kommissionellen Abschlussprüfung. Eine geeignete Person kann als 2. Betreuer und/oder 2. Begutachter hinzugezogen werden. Der Wissenschaftliche Leiter /die Wissenschaftliche Leiterin des Kolleg (= der /die Vorsitzende der Kommission) hat beratende Funktion.

Die Studierenden können ein Thema für die schriftliche Abschlussarbeit vorschlagen. Im Sinne wissenschaftlicher Freiheit und des Interesses an kreativer Wissensgenerierung kann dieses Thema durchaus auch aus einem vorwissenschaftlichen Bereich stammen, sofern eine konkrete Forschungsfrage abgeleitet und eine anwendbare Untersuchungsmethodik vorgeschlagen wird. 

Das Thema ist so einzugrenzen, dass die Zeit seiner Bearbeitung 2 Semester teilzeit beträgt. Bei der Abgabe der Arbeit hat der Studierende schriftlich zu versichern, dass er die Arbeit selbständig unter Nutzung keiner anderen als der angegebenen Hilfsmittel verfasst hat bzw. dass sein Beitrag zu einer gemeinsamen Arbeit selbständig unter Nutzung keiner anderen als der angegebenen Hilfsmittel erarbeitet wurde. Bei positiver Beurteilung der schriftlichen Abschlussarbeit werden durch den 1. Betreuer in Abstimmung mit den weiteren Betreuenden (moderated marking) mindestens 61 und maximal 100 Punkte vergeben. 

Voraussetzungen für die Teilnahme an der Abschlussprüfung sind Leistungsnachweise über die Module 1 - 8 der Studiengänge (Überprüfungen und Beurteilungen, siehe oben) sowie die positiv beurteilte schriftliche Abschlussarbeit.

Anmerkung: die GruppenleiterInnen in Modul 8 sind nicht in die Beurteilung der Leistungen jener Studierenden, die an ihren jeweiligen Gruppen teilnehmen, in anderen Modulen eingebunden.

Abschluss
Master of Science

Weitere Information
inter-uni.net > Master Health Sciences